kathastrophen: (Default)
[personal profile] kathastrophen
Titel: Regen und Meer
Autor: [livejournal.com profile] kessel_ksl 
Fandom: Fußball
Charaktere: Christoph Metzelder/ Per Mertesacker, POV Metzelder
Kategorie: PG- 13 slash
Genre: Romantik/ Drama
Warnung: Ziemlich dramatisch und alt
Disclaimer: Alles erstunken und erlogen. Ich hätt nur gern ein bisschen Feedback. 
AN: Ich hab grad mal meine alten FFs durchgeschaut und finde, dass diese hier gar nicht mal so übel ist. Auch wenn sie alt ist und in meiner Hardcore- Emo- Phase entstanden ist, was man dem Text glaub ich auch anmerkt.
Inhalt: Chris versucht sich von Per loszusagen.



Du bist nicht wie ich,
doch das ändert nicht,
dass du bei mir bist
und ich zuseh wie du schläfst.


Du liegst neben mir. Schläfst. Tief. Siehst verletzlich aus wie sonst nie. Deine Haare verstrubbelt. Dein Körper entspannt. Nur vom weißen Laken verdeckt. Darunter die Perfektion deiner selbst. Nur du. Pur. Grad scheint alles zu perfekt. Das Licht. Deine Pose. Selbst meine Gedanken.
Wie selten ist diese Situation. Ich genieße sie jedes Mal mehr und mehr. Und wir sind uns näher. Jedes Mal. Trotzdem entfernen wir uns voneinander. Immer weiter. Bis du nur noch ein Punkt am Horizont bist. Wir sind zu verschieden. Können uns nicht binden. Es nicht leben. Niemals. Nie.
Ich wünschte, es gäbe eine Zukunft für uns.

Du bist noch längst nicht wach,
ich wars die ganze Nacht
und hab mich still gefragt,
was du tust, wenn ich jetzt geh.


Ich stehe auf. Muss dich verlassen bevor du aufwachst. Ich könnte deinem Blick nicht standhalten. Anklagend. Verletzlich. Ich ziehe die Tür hinter mir ins Schloss. Du wirst zu deinem normalen Tagesablauf übergehen. Alles von dir waschen, was von letzer Nacht übrig ist. Die Laken wechseln. Trainieren gehen. So hart, dass sie dich fragen werden, was passiert ist.
Ich betrachte mich in einer Fensterscheibe. Dunkle Ringe unter den Augen verraten, dass ich nicht schlafen konnte. Wollte doch deine Anwesenheit ganz auskosten. Warum kann das nicht immer so sein? Idiotische Frage. Den Weg, den ich jetzt gehe, kenne ich auswendig. Zu auswendig.

Und dann verlass ich deine Stadt.
Ich seh zurück und fühl mich schwer,
weil grade angefangen hat,
was du nicht willst und ich zu sehr.
Ich bin der Regen und du bist das Meer


Aus dem Flugzeug blicke ich hinunter auf Bremen. Grau in Grau. Bald von Wolken überdeckt. Schlucke um die Tränen zurückzudrängen. Nein, das ist auch kein Weg. Es hat wieder begonnen. Ich bin rückfällig geworden. Und du bist meine Droge. Ich sehnte mich so nach dir, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Musste dich sehen. Du warst entgeistert. Hast trotzdem alles mit dir machen lassen.
Paradox.
Ich will dich verschlingen. Dich einnehmen. Nur dich. Niemanden sonst. Wie besessen. Und du bist kalt. Wie das Meer. An einem Dezembertag. Ich bin der Sommerregen. Warm und hoffnungsvoll. Ich bin so ein Dummkopf.


Ich hab gedacht, ich kann es schaffen,
es zu lassen,
doch es geht nicht.
Hab's 'n bisschen übertrieben,
dich zu lieben,
doch es geht nicht.



Vielleicht habe ich auch zu viel gewollt. Habe ich dich eigentlich je gefragt, ob du es auch möchtest? Ich weiß es nicht. Ich weiß gar nichts mehr. Rationalität ausgeschaltet. Ein hoffnungsloser Fall bin ich. Ich habe sogar versucht dich zu vergessen. Dich nicht angerufen. Nicht mit dir geredet. Doch es hat nie etwas geholfen. Du schlägst jedes Mal auf’s neue mit einer Wucht von hundert Atombomben in mein Leben ein. Fesselst mich immer wieder von Neuem. Und bemerkst es nicht einmal.
Mein Flugzeug landet und ich möchte sitzen bleiben. Zu dir zurück fliegen. Dieses Mal für immer.
Es geht nicht.

Ich bin nicht wie du,
ich mach die Augen zu
und lauf blindlings durch die Straßen,
hier bin ich, doch wo bist du?


Du hast meine Gefühle hingenommen. Warst immer ganz du selbst. Hast dich nie von deinen Gefühlen blindlings zu etwas hinreißen lassen. Ich habe mich davor verschlossen. Meine Augen, um dich nicht ansehen zu müssen. Dir noch etwas erklären zu müssen. Wollte dich doch einfach nur lieben.
Es regnet und ich laufe ziellos durch die Stadt. Die Lichter spiegeln sich flimmernd auf der nassen Straße. Es wär schön, wenn du hier wärst. Arm in Arm mit mir. Mir einen warmen Kuss von deinen Lippen klauen. Mit dir nach Hause kommen. Und lieben. Doch meine Wohnung ist leer. Kalt. Spartanisch. Du fehlst.

Soll das alles sein?
Ich war so lang allein,
es war alles ganz in Ordnung,
ganz okay und dann kamst du.


Ich sitze auf dem Sofa. Dunkelheit umhüllt mich. Vor mir liegen Bilder von dir. Von mir. Von uns. Ich erinner‘ mich an das erste Treffen. Damals ging es mir noch gut. Erfolgreich. Jung. Und ja, Sexy. Du hast mich zu einem anderen gemacht. Mich mitgenommen. Verändert. In vielerlei Hinsicht.
Ich habe mir versucht einzureden, dass alles gut werden wird. Doch es wird nie so sein. Es sollte enden. Aber das darf es nicht. Zu hoch der Wert. Auch wenn du mir Schmerzen bereitest, gibst du mir Wärme. Oder bilde ich mir das nur ein? Bestimmt.
Was passiert nur mit mir?

Ich bin der Regen, du das Meer.
Sanfter Regen regnet leise.
Ich bin der Regen, du das Meer.
Sanfter Regen zieht im Wasser große Kreise.


Du hast mir nie etwas zurückgegeben und ich liebe dich trotzdem abgöttisch. Aber das scheint wohl Liebe zu sein. Einseitig, ja. Unmöglich, eindeutig. Unrettbar, voll und ganz. Ich ergebe mich.


Per erwacht in seiner Wohnung. Es ist hell. Sticht ihm in den Augen. „Chris?“ Leise nur, falls er noch schläft. Doch nur ein Abdruck in den Lacken ist von ihm übrig. Und sein Geruch. Männlich. So wie nur er ist. Unvergleichbar.
Ein suchender Blick. Doch niemand ist mehr da. Nur er. Allein. Dabei wollte er ihn verabschieden. Es ihm sagen. Dass es so nicht weitergehen könne.
„Ich liebe dich doch…“

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